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Demokratie als Kooperation (in German)
Julian Nida-Rã¼Melin (Author) · Suhrkamp · Paperback
Demokratie - so die zentrale These des Autors - sollte man als eine besondere Form der Kooperation verstehen. Diese These steht im Gegensatz zu einer verbreiteten Rhetorik, die in der sogenannten Selbstbestimmung des Volkes die Essenz einer demokratischen Ordnung sieht. Demokratie, so die hier entwickelte Gegenposition, bedarf keines kollektiven Akteurs. Die Idee einer Reprsentation des Volkswillens ist das spte Relikt feudalistischen Gottesgnadentums; sie erschwert die Entwicklung lebensfhiger fderaler Strukturen unterhalb der nationalstaatlichen Ebene und den Aufbau supranationaler demokratischer Institutionen.
Demokratie als Kooperation steht jedoch auch in einem Gegensatz zur konomistischen Spielart des Pluralismus, dem zufolge Demokratie sich darauf beschrnkt, bestimmte Spielregeln festzulegen, innerhalb deren Menschen ihre privaten Interessen optimieren. Die Auflsung der Brgerschaft in konkurrierende Interessenmaximierer unterminiert die demokratische Verfassung eines Gemeinwesens. Die Suprematie des Marktes bedroht die Demokratie ebenso wie die Suprematie einzelner kollektiver Identitten.
Einem einleitenden Kapitel ber politische Ethik folgen Studien zur Kooperationsproblematik in der politischen Philosophie. Hauptziel der Argumentation des Autors: Grundlage einer zivilgesellschaftlichen Konzeption von Demokratie ist ein angemessenes Verstndnis von Kooperation.
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