Analyse der Zusammenhänge Zwischen Steuerkomplexität und Steuerehrlichkeit (in German)
Sebastian Holzmann
Synopsis "Analyse der Zusammenhänge Zwischen Steuerkomplexität und Steuerehrlichkeit (in German)"
Studienarbeit aus dem Jahr 2012 im Fachbereich BWL - Rechnungswesen, Bilanzierung, Steuern, Note: 1,0, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (Fachbereich Wirtschafts- und Sozialwissenschaften), Veranstaltung: Ökonomisches Seminar, Sprache: Deutsch, Abstract: Das Ziel der Steuervereinfachung ist ebenso beliebt wie unerfüllt in den Reformbestrebungen zur deutschen Einkommensteuer. Die Reduktion der Komplexität des aktuellen deutschen Einkommensteuersystems ist häufig Gegenstand von Einzelgesetzen und weitreichenden Reformvorschlägen. Besonders der Name des ehemaligen Bundesverfassungsrichters Paul Kirchhoff ist seit dem Bundestagswahlkampf 2005 mit einer Reform des gesamten deutschen Steuersystems hin zu einer "Flat-Tax" und einer Zusammenführung und Vereinheitlichung der derzeitigen Einzelgesetze zu einem Bundessteuergesetz verbunden. Unabhängig von der genauen rechtlichen Ausgestaltung besteht das Hauptinteresse des Staates zunächst einmal darin, sicherzustellen, dass alle Bürger ihrer Steuerpflicht nachkommen und einen Beitrag zur Finanzierung des Staatshaushaltes leisten. Welche Motive die Ursache dafür sind, dass Steuerzahler ihrer Pflicht nachkommen, wird erst relevant, wenn es um die Beeinflussung der Steuerehrlichkeit von staatlicher Seite geht. Denn die Wirksamkeit staatlicher Ma nahmen zur Erreichung einer höheren Steuerehrlichkeit hängt entscheidend von den Beweggründen der einzelnen Bürger ab, Steuern zu zahlen. Ob zwischen Steuerkomplexität und Steuerehrlichkeit ein Zusammenhang besteht und somit höhere Steuerehrlichkeit durch Steuervereinfachungen zu erreichen ist, wird derzeit besonders unter den Verhaltensökonomen in der finanzwissenschaftlichen Literatur diskutiert und ist Thema dieser Seminararbeit. In Kapitel 2 werden zunächst die Begriffe Steuerehrlichkeit und Steuerkomplexität erläutert und aufgezeigt, wie sie aktuell in der ökonomischen Literatur quantitativ und qualitativ erfasst werden. In Kapitel 3 wird das theoretische Grundmode